Energiewende vergisst Wärme und VerkehrSeit 1992 schreibe ich der Strombedarf wird sich verdoppeln, wenn alles auf erneuerbare Energie umgestellt wird. Eine Überschrift im Franz Alt Newsletter am 6. Oktober 2013.Sollte Franz Alt endlich meiner nunmehr 21 Jahre alten These voll zustimmen? Aber die Enttäuschung war wohl vorprogrammiert.
Eine Stromwende ist bereits sichtbar von einer "Wärmewende" oder auch "Mobilitätswende" kann jedoch angesichts stagnierender regenerativer Anteile von 10,4 bzw. 5,5% nicht gesprochen werden.
In einer Arbeit an der Forschungsstelle für Energiewirtschaft [2] wurde zum Beispiel das Potenzial der solarthermischen Wärmebereitstellung im Gebäudesektor mit einer Wohneinheit aufgezeigt. Die Ergebnisse zeigen technische Reduktionspotenziale von bis zu 25% des Wärmeverbrauchs für diesen Bereich aktuell liegt der solarthermisch gedeckte Anteil unter 2%.
Eine echte Energiewende ist nicht 25%, sondern 100% erneuerbare Energie. Jeder der Konzepte propagiert, wo nur ein kleiner Teil mit erneuerbarer Energie möglich ist, ist ein Feind der Energiewende. 25% erneuerbar bedeutet 75% fossil, bedeutet weitere unsägliche Aufforderungen zum Frieren in der eigenen Wohnung für das Energiesparen. Schon in meinem ersten Buch "Aufstieg zum Solarzeitalter" 1992 schrieb ich, dass im Winter die Kombination Photovoltaik und Wärmepumpe dem Sonnenkollektor überlegen ist. 2005 dann mein Bericht zur Kombination Photovoltaik und Wärmeproduktion.
Lieber Franz Alt, stellen Sie sich mal vor, Sie wären Freiwilliger in der Kontinentalarmee, ein Kämpfer für die Unabhängigkeit der USA. Die Situation im Winterkamp Valley Forge ähnlich verzweifelt wie bei der Energiewende heute. Doch dann brachte Friedrich Wilhelm von Steuben die Wende: Disziplin, Ausbildung, Strategie. Ich bin heute für die Energiewende das, was Friedrich Wilhelm von Steuben für die Freiheitskämpfer 1777 war. |