Braunkohlekraftwerke und TagebauDiese Anlagen emittieren zusammen 57 Millionen Tonnen CO2/a. Die Braunkohle wird aus den eigenen Tagebauen des Unternehmens sowie von der MIBRAG Bergbaugesellschaftin der Nähe von Leipzig bezogen.
Trotz beneidenswerter Umsatzergebnisse wurde die MIBRAG im Februar 2009 von den beiden amerikanischen Eigentümern, URS Corporation und NRG Energy, an ein tschechisch-slowakisches Konsortium verkauft, nachdem der Zukauf von CO2-Emisisonberechtigungen im Wert von 28 Mio. Euro das operative Ergebnis des vorangegangenen Jahres weitgehend aufgezehrt hatte. Eine Ablösung von Belastungen aus dem Emissionshandel durch CCS-Technologien bleibt gleichwohl zu teuer, solange noch die aktuellen CO2-Börsenpreise (zwischen 7,98 bis 15,41 Euro pro Tonne im Jahr 2009) weit unterhalb der entsprechenden Vermeidungskosten liegen.
Green Budget Deutschland, eine Organisation von regierungsnahen Ökonomen, hat eine pessimistische Einschätzung einer auf fossilen Brennstoffen basierten Stromerzeugung abgegeben. Derzeit werden 29 Stein- und Braunkohlekraftwerke ohne Maßnahmen zur CO2-Abscheidung gebaut oder geplant. Bei einer Lebensdauer von 40 Jahren könnten diese Anlagen Deutschland daran hindern, eine vom UN-Klimagremium IPCC empfohlene 80%- bis 95%ige Verringerung der Treibhausgasemissionen in den Industriestaaten bis zum Jahr 2050 zu erreichen. In Bezug auf die Milliarde Tonnen CO2 des Referenzjahrs 1990 würde der abgegebene Kohlenstoff aus 175 Millionen Tonnen Braunkohle jeden sonstige Verwendung fossiler Brennstoffe in Deutschland ausschließen, was aber eine unhaltbare Annahme darstellt. Gastbeitrag von Jefffrey H. Michel |