Die Grenzen des simplen Preismodells

Das simple Modell ist ein konstanter Preis in der Nacht und ein konstanter Preis am Tag, sobald die Solarstromproduktion über der Nachfrage liegt.



Nur in der Übergangszeit gibt es einen Mischpreis aus Solarstromkosten und Speicherkosten.

  Solarstromtageskurven


Als einer der Vorzüge des GEMINI Hauses wurde angepriesen, daß durch die Nachführung der Solarstrom gleichmäßiger über den Tag verteilt produziert wird. Dazu Stromertragskurven für Dezember, Jänner und November, Februar und Oktober, März und September, April und August, Mai und Juli und Juni jeweils für eine starr nach Süden ausgerichtete Anlage und einer etwas kleineren nachgeführten Anlage.

  Höheren Strompreis erzielen


Nehmen wir einmal an, der Strompreis würde sich nach einer starren Anlage richten. Zu einer bestimmten Tageszeit kann diese erst 50% der Nachfrage liefern. Um konkrete Zahlen zu haben, nehmen wir 20 Cent Solarstromkosten, 80% Speicherwirungsgrad, 20 Cent Speicherkosten an. Also wäre der Strompreis bei 50% Deckung der Nachfrage aus direkten Solarstrom:

20 Cent Solarstromkosten * 0,5 Anteil Solarstrom +
( 20 Cent Solarstromkosten / 0,8 Speicherwirkungsgrad
  + 20 Cent Speicherstromkosten ) * 0,5 Anteil Speicherstrom ) = 32,5 Cent

Aber wir sind mit all diesen Rechnungen noch immer auf der Insel am Äquator wo idealerweise 365 Tage im Jahr die Sonne scheint. All die Komplexität von Wolken und wolkenlos, Sommer und Winter sind in diesen simplen und doch schon so komplexen Modell vermieden.